Zwar wird die Grammatik nicht als Selbstzweck gelernt, sondern überwiegend mit Sprechintentionen verbunden, doch das heißt nicht, daß sie vernachlässigt wird.

Der ausführliche Grammatikkommentar im Lehrbuch (Seite 156-193) sowie die zahlreichen grammatischen Übungen tragen diesen Problemen Rechnung. Erfahrungsgemäß ist gerade bei Erwachsenen das Bedürfnis groß, die Strukturen, Regeln und Prinzipien einer Fremdsprache zu verstehen und zu durchschauen. Deshalb muß die Grammatik den TN kognitiv vermittelt werden.

Sie können grammatische Strukturen entweder induktiv oder deduktiv vermitteln. ungarisch dolmetsch Der induktive Weg bedeutet, daß die TN aus den konkreten Beispielen die Regel(n) abzuleiten versuchen.

Bei komplexeren, schwierigeren grammatischen Themen, bei denen die Regeln nicht ohne weiteres transparent gemacht werden können, empfiehlt sich der deduktive Weg: Zunächst werden die Zusammenhänge und Strukturen erklärt und (z. B. an der Tafel) dargestellt. In einem nächsten Schritt werafen sie dann an konkreten Beispielen illustriert.

Bei der Präsentation von Grammatik ist ein visuell gut gestaltetes Tafelbild (Tabellen, Gegenüberstellungen, farbige Hervorhebungen, Symbole o. ä.) sehr hilfreich, weil das Behalten neuer Informationen durch eine klare Struktur oder eine bildliche Darstellung erleichtert wird. Tabellen und Klassifizierungen können auch während des Unterrichts mit Hilfe der TN entstehen bzw. zur Wiederholung von ihnen rekonstruiert werden. Bei den Erklärungen sollten Sie möglichst oft auf die Unterschiede zwischen dem Deutschen und Ungarischen hinweisen, um typische Interferenzfehler zu vermeiden.

Bei den Erläuterungen zur Grammatik wurde bewußt die deutsche Terminologie gewählt und die lateinischen Ausdrücke nur in Klammern angegeben. Anstatt einer sprachwissenschaftlichen Abhandlung mit entsprechenden Fachtermini sollte den Lernenden ein leicht verständlicher Kommentar zur Verfügung gestellt werden, mit dem sie auch zu Hause selbständig Kapitel nachlesen oder wiederholen können.

Das Arbeitsbuch bietet zahlreiche Übungen zur Festigung der Grammatik. Neben den expliziten Grammatikübungen gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, Grammatik in situativem Kontext kommunikativ zu üben und anzuwenden. Sie können von den formalen Übungen, die in der Festigungsphase noch dominieren, zu komplexeren Anwendungsmöglichkeiten der erlernten Grammatik übergehen, in denen die TN ihre Kenntnisse im kommunikativen Rahmen anwenden können. Variieren oder ergänzen Sie die Übungen des Arbeitsbuchs nach Bedarf und beziehen Sie in den Unterricht möglichst auch Spiele zum Üben der Grammatik mit ein.

Spiele im Sprachunterricht

Spiele können im Sprachunterricht verschiedene Funktionen haben. Sie können am Anfang der Stunde zum Aufwärmen dienen, nach einer intensiven Konzentrationsphase zur Auflockerung des Unterrichts eingesetzt werden, oder am Ende der Stunde als Ausklang gespielt werden.

Um immer ein Repertoire an Spielen vorrätig zu haben, möchte ich Ihnen die „Lernspielekartei" von Thorsten Friedrich und Eduard von Jan, erschienen im Max Hueber Verlag, Ismaning 1985, empfehlen. Diese Spiclesammlung bietet eine Fülle von Spielideen nach Schwerpunkten geordnet, die Sie im Unterricht vielfältig einsetzen können: Kennenlernspiele, Wortschatzspiele, Spiele für den Satzbau, für die Rechtschreibung, zur Einübung der Zahlen, Frage- und Ratespiele, Beschreibungsspiele sowie Spiele für die freie SprachproduktTon. Sie werden sehen, daß diese Spiele nicht nur als Pausenfüller geeignet sind, sondern in verschiedenen Bereichen des Lernprozesses sinnvoll integriert werden können. Das spielerische Üben ist oft attraktiver, macht mehr Spaß und kann genauso effektiv sein wie andere Übungsformen.

HINWEISE FÜR DIE BENUTZUNG

Unser Handwörterbuch enthält unter etwa 45 000 Stichwörtern etwa 65 000 lexikographische Angaben (Bedeutungen und Anwendungen) und ist dadurch bedeutend reichhaltiger als die vorangehenden Ausgaben. ungarisch dolmetsch

Für die Erweiterung und Umarbeitung des Wörterbuches waren die erhöhten Ansprüche seiner Benutzer maßgebend. — Im Laufe der Überprüfung des alten Materials

a)            wurden insbesondere die weniger gebrauchten (veralteten, mundartlichen usw.) Wörter, die einfachen Lehnübersetzungen, die in das Profil eines Handwörterbuches nicht passenden Fachwörter usw. zugunsten des modernen, lebenden Wortschatzes der heute gesprochenen und geschriebenen deutschen Sprache sowie eines reicheren phraseologischen Materials zurückgestellt;

b)           wurde eine eingehendere Differenzierung der ungarischen Äquivalenzen der deutschen Stichwörter ind reichere Anwendung ungarischer Synonyme vorgenommen.

Unser Prinzip war in diesem Punkte: es sollte nicht nur das aufgenommen werden, was von einem Handwörterbuch als Minimum mit Fug und Recht zu erwarten ist, sondern auch darüber hinaus — in erster Linie an unser zweites, völlig neubearbeitetes und umfangreiches Deutsch-Ungarisches Wörterbuch (Budapest, 1967) gestützt — in bedeutendem Maße bereichert werden.

Im Interesse unseres Anliegens mußten gewisse Vereinfachungen (vor allem im grammatischen Apparat) vollzogen werden (siehe weiter unten!). Die dem Wörterbuch beigefügte „Tabelle ^der starken und unregelmäßigen Verben" sucht jedoch den Benutzer dafür zu entschädigen.

I.             Das Stichwort

1.            Für die Anordnung der Stichwörter war das deutsche Alphabet bestimmend. — Wörter mit C (c) sollen jedoch auch bei K, S, T, Z gesucht werden und umgekehrt. Dasselbe gilt auch für die Buchstaben ph—f, th—t usw.

2.            Die Stichwörter gibt das Wörterbuch in halbfetter Schrift (Arbeit)^Das auf einen anderen Artikel verweisende Wort wird gleichfalls durch halbfette Schrift hervorgehoben (begann \ beginnen; Habsucht = Habgier).

3.            Wird das Stichwort im Artikel unverändert wiederholt, so wird es durch das Wiederholungszeichen, die Tilde (~), ersetzt. Tritt im Stichwort ein Umlaut ein, so erhält die Tilde zwei Punkte (~). An die Tilde werden auch die Beugungsendungen angesetzt. — Wird von einem Stichwort nur ein Teil unverändert wiederholt, so ersetzt diesen statt der Tilde ein kurzer Bindestrich (-).

4.            Der Form nach gleiche, jedoch ihrer Wortart, Herkunft, Betonung oder Aussprache unterschiedliche Stichwörter sind in getrennten Artikeln angeführt. Diese Stichwörter werden durch Hochzahlen (hS usw.) auseinandergehalten.

5.            Wenn es das Alphabet zuläßt, werden in einer Reihe zwei Stichwörter mit derselben Bedeutung angeführt (/Lebenswandel, ^Lebensweise).

II.            Aussprache

La) Der Hauptton des Stichwortes wird mit Hilfe des Tonzeichens (•) angegeben, das vor dem Selbstlaut der haupttonigen Silbe (oder in Kurzwörtern auch vor einem Mitlaut) steht. — Die eventuellen Nebenbetonungen sind nicht angedeutet; werden jedoch in bestimmten Wörtern zwei Silben gleichstark betoAt, so erhalten beide das Tonzeichen (st*einreich1, st-einr-eich*).

a)            Schwankende Betonungen des Stichwortes'sind ebenfalls angegeben (größtenteils, größtent-eils). — Bildet ein solches Wort das erste Glied von Zusammensetzungen, so wurde vom Tonzeichen in diesen Komposita abgesehen (K*affe, Kaff-ee; aber: Kaffeeschale usw.). Es soll dadurch die Aufmerksamkeit darauf gelenkt werden, daß das Stichwort sich nach Belieben betonen läßt.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs ging die Geheimdiplomatie, die als wesentliche Mitursache für den Krieg angesehen wurde, zurück. Neben die zuvor übliche Verständigung der Regierungen über Botschafter und Gesandte, welche Französisch als Diplomatensprache verwendeten, traten Konferenzen der Staats- und Regierungschefs oder der Außenminister. ungarisch dolmetscher Die Regierungsmitglieder beherrschten aber Fremdsprachen meistens nur unvollkommen. Um eine einwandfreie Verständigung der Konferenzteilnehmer zu ermöglichen, entstand das Berufsbild des Konferenzdolmetschers.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde das Dolmetscherwesen in der Reichsfachschaft für das Dolmetscherwesen unter der Führung von Otto Monien verkammert. Monien war auch Leiter einer neu eingerichteten Reichsfachschule, durch welche die Ausbildung von Sprachmittlern nicht zuletzt mit Blick auf den künftigen Krieg professionalisiert wurde. Die Reichsfachschule bot eine zweijährige Vollzeitausbildung, eine Ausbildung in Abendkursen und sonstige Weiterbildungsmaßnahmen schlossen sich an. Die Reichsfachschaft unterhielt auch einen Dolmetscherbereitschaftsdienst.

Die deutsche Wehrmacht richtete in den dreißiger Jahren Dolmetscherschulen ein, um für den Krieg ausreichend Sprachmittler zur Verfügung zu haben. Mit Kriegsbeginn wurden die dort geschulten Personen, aber auch andere Dolmetscher in Dolmetscherkompanien eingezogen.

Die anderen Institutsgründungen in Deutschland und Europa (z.B. in Genf, Paris und Wien) fallen vor allem in die Mitte des 20. Jahrhunderts, eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs und einer dadurch ansteigenden Nachfrage nach Sprachmittlern und verwandten Berufen.

Dolmetscher bei Justiz und Behörden

Dolmetscher spielen eine wichtige Rolle im persönlichen Umgang von Gerichten, Notaren oder Behörden (Polizei, Standesämtern usw.) mit Personen, die der Landessprache nicht mächtig sind, sowie mit Gehör- und Sprachlosen (Gebärdensprachdolmetscher).

Deutschland

Deutsche Gerichte und Behörden verfügen, mit Ausnahme des Auswärtigen Amts und des Bundesverteidigungsministeriums (→Bundessprachenamt), meist nicht über einen eigenen Sprachendienst. Vielmehr wird in der Regel auf selbständige oder bei einem externen Büro beschäftigte Dolmetscher zurückgegriffen (→ Gerichtsdolmetscher). Der Dolmetscher oder die Dolmetscherin muss für derartige Aufgaben in der Regel beeidigt sein.

Die Arbeit von Dolmetschern vor Gericht und Behörden wird nach dem Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz vergütet.